Solarstrom
Solarstrom ist elektrische Energie, die aus Sonnenstrahlung gewonnen wird. Bei Photovoltaikanlagen wandeln Solarzellen das Licht direkt in Gleichstrom um. Ein Wechselrichter macht daraus Wechselstrom für Haushaltsgeräte, betriebliche Verbraucher oder die Einspeisung ins öffentliche Netz. Der erzeugte Strom kann unmittelbar vor Ort genutzt oder in einem Batteriespeicher für später bereitgestellt werden. Wie viel Solarstrom verfügbar ist, hängt unter anderem von Anlagengröße, Einstrahlung, Ausrichtung und Verschattung ab. Auch bei bewölktem Himmel ist Stromerzeugung möglich, meist jedoch mit geringerer Leistung.
Was bedeutet das in der Praxis?
Du nutzt Solarstrom besonders direkt, wenn dein Verbrauch zeitlich mit der Erzeugung zusammenfällt. Dazu können Haushaltsgeräte, betriebliche Maschinen oder das Laden eines Elektroautos beitragen. Ein Energiemanagementsystem kann geeignete Verbraucher an die verfügbare PV-Leistung anpassen. Ein Batteriespeicher verschiebt einen Teil der Nutzung in die Abend- und Nachtstunden, verursacht aber zusätzliche Kosten und Energieverluste. Selbst erzeugter Solarstrom verringert den Netzbezug und damit die Abhängigkeit von Strompreisen für diesen Anteil deines Verbrauchs.
Ein einfaches Beispiel
Deine PV-Anlage erzeugt an einem Tag 20 kWh Solarstrom auf der Wechselstromseite. Davon verbrauchst du 8 kWh unmittelbar im Haushalt. Ohne Batteriespeicher werden die verbleibenden 12 kWh ins öffentliche Netz eingespeist, sofern keine Einspeisebegrenzung greift. Dein direkter Eigenverbrauchsanteil beträgt an diesem Tag 40 Prozent. Strom, den du nach Sonnenuntergang benötigst, beziehst du in diesem Beispiel aus dem Netz.
Fiktives Tagesbeispiel. Der Eigenverbrauchsanteil beschreibt die Nutzung deiner Erzeugung; der Autarkiegrad beschreibt dagegen, welcher Anteil deines gesamten Strombedarfs selbst gedeckt wird.
Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Erzeugungsbedingungen: Sonneneinstrahlung, Jahreszeit, Ausrichtung, Temperatur und Verschattung beeinflussen den Solarertrag.
Verbrauchszeiten: Je besser geeignete Verbraucher mit den Sonnenstunden zusammenpassen, desto mehr Solarstrom lässt sich unmittelbar nutzen.
Speicherung und Regelung: Speichergröße, Ladeleistung, Umwandlungsverluste und Energiemanagement bestimmen die zusätzlich nutzbare Strommenge.
Ins Netz eingespeister Solarstrom wird nicht für dich gespeichert. Späterer Netzbezug wird separat abgerechnet; auch eine hohe Jahreserzeugung bedeutet deshalb keine durchgängige Eigenversorgung.
Weitere Bezeichnungen im PV-Bereich:
- PV-Strom
- Photovoltaikstrom
- Sonnenstrom
- Strom aus Sonnenenergie