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Ersatzstrom

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Ersatzstrom

Ersatzstrom bezeichnet eine Stromversorgung, die bei Ausfall des öffentlichen Netzes geeignete Verbraucher weiter versorgt. Bei PV-Speichersystemen sind dafür ein entsprechend ausgelegter Wechselrichter, eine geeignete Energiequelle und eine sichere Trennung vom öffentlichen Netz erforderlich. Je nach System werden ausgewählte Stromkreise oder größere Teile des Gebäudes versorgt. Die Umschaltung kann automatisch oder manuell erfolgen. Ein Batteriespeicher allein bietet noch keine Ersatzstromfunktion; entscheidend ist die dafür geplante und installierte Gesamtlösung.

Was bedeutet das in der Praxis?

Lege zuerst fest, welche Geräte bei einem Stromausfall wichtig sind, beispielsweise Kühlschrank, Beleuchtung oder Router. Danach werden benötigte Leistung, Anlaufströme und gewünschte Versorgungsdauer betrachtet. Ein reservierter Batterieladezustand kann Energie für einen Ausfall bereithalten. Ob die PV-Anlage während des Ersatzstrombetriebs weiter erzeugt und den Speicher nachlädt, hängt vom System ab. Gleiches gilt für den Wiederanlauf nach leerem Speicher und die Versorgung ein- oder dreiphasiger Verbraucher.

Ein einfaches Beispiel

Für den Ersatzstrombetrieb stehen zum Zeitpunkt des Ausfalls noch 4 kWh nutzbare Batterieenergie zur Verfügung. Die angeschlossenen Geräte benötigen im Mittel zusammen 500 Watt, also 0,5 kW. Ohne Verluste und ohne weitere Solarerzeugung ergibt sich rechnerisch eine Versorgungsdauer von acht Stunden. In der Praxis verkürzen Eigenverbrauch des Systems, Umwandlungsverluste und schwankende Lasten diese Zeit.

Fiktives Beispiel, keine garantierte Überbrückungsdauer. Zusätzlich muss die verfügbare Ersatzstromleistung für alle gleichzeitig betriebenen Geräte ausreichen.

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Versorgte Verbraucher: Dauerleistung, Anlaufströme und Phasenbedarf bestimmen die erforderliche Systemleistung.
Energiereserve: Tatsächlicher Ladezustand, nutzbare Kapazität und mögliche PV-Nachladung beeinflussen die Laufzeit.
Umschaltung und Systemfunktionen: Netztrennung, Umschaltzeit und Wiederanlauf müssen zum vorgesehenen Einsatz passen.

Ersatzstrom ist nicht automatisch unterbrechungsfrei. Für empfindliche Geräte muss geprüft werden, ob die Umschaltzeit ausreicht oder eine zusätzliche USV erforderlich ist.

Weitere Bezeichnungen und verwandte Begriffe:

  • Ersatzstromversorgung
  • Backup-Stromversorgung
  • Ersatzstrombetrieb
  • Notstromfunktion