Dachneigung
Die Dachneigung beschreibt den Winkel einer Dachfläche gegenüber der Waagerechten. Sie wird in Grad angegeben und beeinflusst bei dachparallel montierten Solarmodulen, wie das Sonnenlicht im Tages- und Jahresverlauf auf die Zellen trifft. Zusammen mit Dachausrichtung, Standort und Verschattung bestimmt sie den möglichen Solarertrag. Auch Dächer außerhalb einer rechnerisch optimalen Neigung können sich für Photovoltaik eignen.
Was bedeutet das in der Praxis?
Auf Schrägdächern folgen die Module meist der vorhandenen Dachneigung. Auf Flachdächern legt dagegen die Aufständerung den Modulwinkel fest. Bei der Planung zählen neben dem Ertrag auch Reihenabstände, Windlasten, Entwässerung und die nutzbare Dachfläche. Eine Ertragssimulation zeigt, welche Anordnung unter den jeweiligen Bedingungen sinnvoll ist.
Ein einfaches Beispiel
Ein Schrägdach hat eine Neigung von 30 Grad. Werden die Module parallel zur Dachfläche befestigt, beträgt ihre Neigung ebenfalls ungefähr 30 Grad. Auf einem nahezu waagerechten Flachdach können Module dagegen beispielsweise mit 10 Grad aufgeständert werden.
Die genannten Winkel veranschaulichen den Unterschied zwischen Dach- und Modulneigung und sind keine allgemeine Planungsempfehlung.
Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Standort und Ausrichtung: Sie bestimmen gemeinsam mit der Neigung den Lichteinfall.
Montagesystem: Dachparallele Befestigung und Aufständerung bieten unterschiedliche Möglichkeiten.
Dachbelegung: Reihenabstände, Schatten und Wartungswege beeinflussen die nutzbare Fläche.
Die höchste Strommenge je Modul bedeutet nicht automatisch den höchsten Gesamtertrag auf der verfügbaren Dachfläche.
Weitere Bezeichnungen und verwandte Begriffe:
- Dachneigungswinkel
- Dachwinkel
- Modulneigung
- Aufständerungswinkel