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Dachausrichtung

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Dachausrichtung

Die Dachausrichtung beschreibt die Himmelsrichtung, in die eine Dachfläche zeigt. Zusammen mit Dachneigung, Standort und Verschattung beeinflusst sie, wie viel Sonnenlicht die Solarmodule erreicht und zu welchen Tageszeiten sie Strom erzeugen. In Deutschland bietet eine Südausrichtung bei vergleichbaren Bedingungen häufig einen hohen Jahresertrag. Nach Osten und Westen ausgerichtete Module verteilen die Stromerzeugung stärker auf den Vormittag und den Nachmittag.

Was bedeutet das in der Praxis?

Für eine wirtschaftliche PV-Anlage zählt neben dem Jahresertrag auch, wie gut die Stromerzeugung zu deinem Verbrauch passt. Eine Südanlage liefert ihren stärksten Ertrag typischerweise um die Mittagszeit. Eine Ost-West-Anlage kann die Erzeugung über einen längeren Teil des Tages verteilen und dadurch den direkten Eigenverbrauch unterstützen. Welche Lösung für dein Haus sinnvoll ist, hängt von den verfügbaren Dachflächen, möglichen Schattenquellen und deinem Verbrauchsprofil ab.

Ein einfaches Beispiel

Ein Haus besitzt zwei Dachflächen: Eine zeigt nach Osten, die andere nach Westen. Werden beide Flächen mit Solarmodulen belegt, tragen die Ostmodule besonders am Vormittag zur Stromerzeugung bei, während die Westmodule stärker am Nachmittag liefern. So kann die Anlage beispielsweise den Strombedarf beim Frühstück und später am Tag teilweise direkt decken.

Vereinfachtes Beispiel: Die tatsächliche Erzeugung hängt auch von Jahreszeit, Wetter, Dachneigung und Verschattung ab. Nach Sonnenuntergang erzeugen auch westlich ausgerichtete Module keinen Solarstrom.

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Himmelsrichtung und Dachneigung: Gemeinsam beeinflussen sie den Einfallswinkel des Sonnenlichts und den zeitlichen Verlauf der Stromerzeugung.
Verschattung und Umgebung: Bäume, Nachbargebäude, Gauben und Schornsteine können die nutzbare Sonneneinstrahlung begrenzen.
Verbrauchsprofil und Dachbelegung: Entscheidend ist, welche Flächen nutzbar sind und wie gut ihre Stromerzeugung zu deinem Bedarf im Tagesverlauf passt.

Die Dachausrichtung muss nicht mit der Modulausrichtung übereinstimmen: Auf Flachdächern lassen sich die Module durch eine passende Aufständerung gezielt ausrichten.

Andere Begriffe dafür:

  • Dachorientierung
  • Ausrichtung der Dachfläche
  • Himmelsrichtung der Dachfläche
  • Orientierung der Dachfläche