Glas-Glas-Module
Glas-Glas-Module sind Solarmodule, deren Solarzellen zwischen zwei Glasscheiben eingebettet sind. Im Unterschied zu Glas-Folie-Modulen besteht auch die Rückseite aus Glas. Dieser Aufbau schützt den Zellverbund und kann eine hohe Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen unterstützen. Leistung, Gewicht und Haltbarkeit hängen jedoch vom gesamten Modulaufbau und der Verarbeitungsqualität ab.
Was bedeutet das in der Praxis?
Vergleiche neben der Nennleistung auch Gewicht, Abmessungen, zulässige Belastungen und Garantiebedingungen. Die Unterkonstruktion muss zum gewählten Modul passen. Glas-Glas-Module sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich: Eine transparente Rückseite und geeignete Solarzellen können zusätzlich eine bifaziale Stromerzeugung ermöglichen.
Ein einfaches Beispiel
Für ein Dach sind 20 Glas-Glas-Module mit jeweils 450 Wp vorgesehen. Zusammen ergeben sie eine Nennleistung von 9 kWp. Wie viel Strom die Anlage jährlich erzeugt, hängt zusätzlich von Standort, Ausrichtung, Verschattung und Systemverlusten ab.
Die Glas-Glas-Bauweise allein bedeutet weder einen höheren Wirkungsgrad noch einen garantierten Mehrertrag.
Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Modulaufbau: Glasstärke, Einbettungsmaterial und Verarbeitung beeinflussen die Beständigkeit.
Montage: Gewicht, Klemmzonen und zulässige Lasten müssen berücksichtigt werden.
Garantien: Laufzeiten, Leistungszusagen und Bedingungen unterscheiden sich je nach Hersteller.
Nicht jedes Glas-Glas-Modul erzeugt auch auf der Rückseite Strom.
Andere Begriffe dafür:
- Doppelglasmodule
- Glas-Glas-Solarmodule
- Glas-Glas-PV-Module
- Double-Glass-Module