Begriffserklärung

Bifaziale Module

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Bifaziale Module

Bifaziale Module können Sonnenlicht auf ihrer Vorder- und Rückseite zur Stromerzeugung nutzen. Zusätzlich zum direkt auftreffenden Licht verwerten sie beispielsweise Strahlung, die vom Boden oder von Dachflächen reflektiert wird. Dadurch kann der Energieertrag gegenüber vergleichbaren einseitig aktiven Modulen steigen. Wie groß dieser Vorteil ausfällt, hängt vor allem davon ab, wie viel Licht die Rückseite tatsächlich erreicht.

Was bedeutet das in der Praxis?

Bei aufgeständerten Anlagen mit ausreichend Abstand zum Untergrund lässt sich die Rückseite gezielt nutzen. Helle Oberflächen begünstigen die Lichtreflexion. Auf einem dunklen Schrägdach mit geringem Abstand zwischen Dach und Modulen kann der zusätzliche Ertrag dagegen gering ausfallen. Deshalb sollte die Planung die konkrete Einbausituation berücksichtigen.

Ein einfaches Beispiel

Eine Anlage würde allein über die Vorderseiten rechnerisch 8.000 kWh pro Jahr erzeugen. Werden für die konkrete Montage zusätzlich 5 Prozent Rückseitenertrag angenommen, ergibt das insgesamt 8.400 kWh.

Fiktives Rechenbeispiel. Der tatsächliche Mehrertrag muss standortbezogen ermittelt werden.

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Untergrund: Helle Flächen reflektieren meist mehr Licht als dunkle.
Montage: Abstand, Neigung und Reihenanordnung beeinflussen den Lichteinfall.
Verschattung: Bauteile hinter den Modulen können den Rückseitenertrag begrenzen.

Bifazial beschreibt die beidseitige Stromerzeugung. Glas-Glas beschreibt dagegen den konstruktiven Aufbau eines Moduls.

Andere Begriffe dafür:

  • Bifaziale Solarmodule
  • Bifaziale PV-Module
  • Beidseitig aktive Solarmodule
  • Bifacial Modules