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Überschusseinspeisung

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Überschusseinspeisung

Bei der Überschusseinspeisung wird der erzeugte Solarstrom zunächst für den zeitgleichen Verbrauch im eigenen Haushalt oder Betrieb genutzt. Nur der verbleibende Überschuss fließt ins öffentliche Stromnetz. Ein vorhandener Batteriespeicher kann zusätzlich Strom aufnehmen, bevor eingespeist wird. So verbindet das Betriebsmodell Eigenverbrauch mit der Abgabe überschüssiger Energie. Reichen PV-Erzeugung und gegebenenfalls Speicher nicht aus, wird Strom aus dem Netz bezogen. Ob und wie die Einspeisung vergütet wird, richtet sich nach den geltenden Voraussetzungen und dem gewählten Abrechnungsmodell.

Was bedeutet das in der Praxis?

Ein passendes Messkonzept erfasst Netzbezug und Einspeisung getrennt. Über das Monitoring kannst du nachvollziehen, wann Solarstrom direkt genutzt wird und wann Überschüsse entstehen. Zeitlich verschiebbare Verbraucher wie Waschmaschine oder Elektroauto können mehr davon vor Ort nutzen. Ein Batteriespeicher kann den Eigenverbrauch und den Autarkiegrad erhöhen, verursacht aber zusätzliche Kosten und Verluste. Einspeisespitzen reduziert er nur, wenn noch Ladekapazität und ausreichend Ladeleistung verfügbar sind.

Ein einfaches Beispiel

Deine PV-Anlage liefert eine Stunde lang gleichmäßig 5 kW auf der Wechselstromseite. Im Haushalt werden währenddessen konstant 2 kW benötigt. Ohne Batteriespeicher fließen die übrigen 3 kW ins öffentliche Netz. Über diese Stunde ergeben sich damit 5 kWh erzeugter Solarstrom, 2 kWh direkter Eigenverbrauch und 3 kWh Einspeisung. Am Abend wird fehlender Strom aus dem Netz bezogen.

Vereinfachtes Beispiel mit konstanten Leistungen und ohne Einspeisebegrenzung. Tatsächlich verändern sich Erzeugung und Verbrauch im Tagesverlauf laufend.

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Erzeugung und Verbrauch: Anlagengröße, Solarertrag und zeitgleicher Strombedarf bestimmen die Höhe der Überschüsse.
Speicher und Steuerung: Freie Speicherkapazität, Ladeleistung und verschiebbare Verbraucher beeinflussen den Eigenverbrauch.
Messung und Abrechnung: Ein geeignetes Zählerkonzept und die geklärte Vergütung bilden die Grundlage für die Abrechnung der eingespeisten Energie.

Einspeisung und späterer Netzbezug werden getrennt abgerechnet. Eingespeiste Kilowattstunden stehen dir nicht automatisch als kostenloses Stromguthaben zur Verfügung.

Andere Begriffe dafür:

  • Überschussbetrieb
  • Einspeisung von Solarstromüberschüssen
  • Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung
  • PV-Überschusseinspeisung