Begriffserklärung

Schrägdachanlage

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Schrägdachanlagen

Schrägdachanlagen sind Photovoltaikanlagen auf geneigten Dachflächen. Bei der Aufdachmontage werden die Module über der vorhandenen Dacheindeckung befestigt, beispielsweise mit Dachhaken und Schienen auf Ziegeldächern. Andere Dacharten benötigen passende Befestigungssysteme. Bei einer Indachlösung übernehmen die Solarelemente zusätzlich Funktionen der Dacheindeckung. Ausrichtung, Dachneigung und Verschattung beeinflussen den Ertrag maßgeblich. Die Befestigung muss die auftretenden Lasten sicher aufnehmen, während Dachhaut und Anschlussstellen dauerhaft vor eindringendem Wasser geschützt bleiben.

Was bedeutet das in der Praxis?

Am Anfang steht eine Prüfung von Dachzustand, Tragfähigkeit und nutzbarer Fläche. Dachfenster, Gauben, Schornsteine und mögliche Schatten werden in der Belegungsplanung berücksichtigt. Eine passende Stringaufteilung und Wechselrichterauslegung können elektrische Verluste durch unterschiedliche Betriebsbedingungen begrenzen, beseitigen aber keine Verschattung. Auch Kabelführung, Hinterlüftung und Zugänglichkeit für Wartungsarbeiten gehören zur Planung. Für eine gleichmäßige Optik lassen sich beispielsweise Full-Black-Module und eine darauf abgestimmte Unterkonstruktion einsetzen.

Ein einfaches Beispiel

Auf einem geneigten Ziegeldach finden nach Berücksichtigung von Dachfenstern und erforderlichen Abständen 18 Module mit jeweils 450 Wp Platz. Damit ergibt sich eine Nennleistung von 8,1 kWp. Ein Schornstein verschattet morgens einen Teil der Fläche. Die Planung untersucht deshalb, welche Modulpositionen sinnvoll sind und wie die Module elektrisch verschaltet werden. Der erwartete Jahresertrag wird anschließend anhand von Standort, Ausrichtung, Neigung und Schattenverlauf berechnet.

Fiktives Planungsbeispiel. Die tatsächlich mögliche Modulanzahl hängt unter anderem von Dachmaßen, Modulformaten, Befestigung und freizuhaltenden Bereichen ab.

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Dach und Befestigung: Dacheindeckung, Tragfähigkeit sowie Wind- und Schneelasten bestimmen das geeignete Montagesystem.
Ausrichtung und Verschattung: Himmelsrichtung, Dachneigung und Hindernisse beeinflussen Erzeugungszeiten und Jahresertrag.
Belegung und Elektrotechnik: Modulpositionen, Stringaufteilung, Wechselrichter und Kabelführung müssen aufeinander abgestimmt sein.

Steht eine Dachsanierung absehbar an, sollte sie mit der PV-Installation abgestimmt werden. So lässt sich ein späterer zusätzlicher Ab- und Wiederaufbau der Anlage möglicherweise vermeiden.

Andere Begriffe dafür:

  • Schrägdach-PV-Anlagen
  • Steildach-PV-Anlagen
  • Photovoltaik auf geneigten Dächern
  • Schrägdach-Solaranlagen