Amortisationszeit
Die Amortisationszeit beschreibt den Zeitraum, bis sich eine Photovoltaikanlage durch eingesparte Stromkosten und mögliche Einspeiseerlöse rechnerisch bezahlt gemacht hat. Sie ergibt sich aus Anschaffungskosten, laufenden Kosten, Eigenverbrauchsvorteilen und gegebenenfalls Förderungen. Je höher der Strompreis und je mehr du vom eigenen Solarstrom direkt nutzt, desto schneller amortisiert sich die Anlage.
Was bedeutet das in der Praxis?
In der Praxis lohnt sich eine Szenariobetrachtung mit realistischen Ertragsprognosen und Annahmen zu Degradation, Wartung und möglichen Preisänderungen beim Netzstrom. Wer Lasten in die sonnigen Stunden verlegt oder einen passenden Speicher einsetzt, verkürzt den Zeitraum zusätzlich. Eine kurze Amortisationszeit ist hilfreich, aber nicht allein entscheidend: Für die Gesamtwirtschaftlichkeit zählen auch Kennzahlen wie Kapitalwert oder interner Zinsfuß.
Ein einfaches Beispiel
Bei angenommenen Investitionskosten von 15.000 Euro und einem jährlichen Netto-Vorteil von 1.500 Euro ergibt sich rechnerisch eine Amortisationszeit von zehn Jahren.
Fiktives, vereinfachtes Beispiel ohne Finanzierung und Abzinsung. Der jährliche Netto-Vorteil wird als konstant angenommen und berücksichtigt bereits die laufenden Kosten.
Welche Faktoren spielen eine Rolle?
Investition: Anschaffung, Installation und mögliche Förderungen.
Eigenverbrauch: Wie viel Solarstrom du selbst nutzt und dadurch nicht aus dem Netz beziehen musst.
Ertrag und Kosten: Stromerzeugung, Wartung und die Entwicklung der Strompreise.
Ein Speicher verkürzt die Amortisationszeit nicht automatisch: Auch seine zusätzlichen Anschaffungs- und laufenden Kosten müssen berücksichtigt werden.
Andere Begriffe dafür:
- Amortisationsdauer
- Kapitalrückflussdauer
- Kapitalrückflusszeit
- Wiedergewinnungszeit
- Payback-Periode